Tour 1

Abwechslungsreiche Wanderung rund um Bärenthal

Anfahrt: mit dem Bus, Linie 7450, verkehrt zwischen Tuttlingen und Sigmaringen, oder mit dem PKW

Dauer: ca. 3 ½ Std.

Länge: ca. 11 km

Karte: Topographische Karte der Landesvermessungsamtes, Maßstab 1:50 000, Blatt L 7918 Spaichingen

Sehenswürdigkeiten am Weg:

• Pfarrkirche St. Johannes mit Michaelisplatz

• Burg Lengenfels mit Durchgangshöhle

• Aussichtspunkt Paterfels

• Kapelle "Maria Mutter Europas" auf dem Gnadenweiler (Abstecher ca. 400 m)

• Steinriegelhecken

• Felsentor

• Alte Steige

 

 Wegskizze

 Wegbeschreibung:
Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Ortsende der Gemeinde Bärenthal in Richtung Nusplingen. Der Weg führt zunächst durch den Ort (Nusplinger Str./Beuroner Str.). An der Gabelung rechts abbiegen (Schild Nr. 3). Nach ca. 200 m entlang der Kreisstraße 5908 gehen Sie Richtung Kläranlage rechts hinunter und folgen dem grünen Bärenthal-Rundwegschild mit dem Bären-Symbol. Nach ca. 1 km entlang der Bära führt der Weg links hoch durch den Wald bis zur Straße. Von dort nach links wenden, die Straße überqueren und in der Kurve rechts in den Wald hoch gehen. Gleich danach zweigt der Weg nach links in Richtung Burg Lengenfels ab. Nach ca. 100 m kommen Sie an einer von Fledermäusen bewohnten Höhle vorbei. Im Anschluss daran folgt ein mächtiges, imposantes Felsentor, die Lengenfelsdurchgangshöhle. Die Höhle ist Teil der Vorburg und diente vermutlich als Sammellager oder Stall. Oberhalb der Höhle befinden sich die Reste der ehemaligen Burg Lengenfels, einer relativ kleinen Befestigung aus dem 12./13. Jahrhundert. Genaueres finden Interessierte auf den ansprechend gestalteten Informationstafeln. Nun verläuft der Weg noch ein kleines Stück durch den Wald und stößt dann auf einen breiten Schotterweg. Sie folgen dem Bär nach links. Auf der Hochebene mit ihren extensiv bewirtschafteten Feldern wandern Sie bis zu einer markanten Linde.

Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher(ca. 300 m) nach links zum Aussichtspunkt Scheithäulefels, im Volksmund auch „Paterfels“ genannt. Warum der Felsen diesen Namen trägt, verrät die Info-Tafel. Von dort aus bietet sich ein wunderbarer Blick auf Bärenthal. Unterwegs dorthin sollte man sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mehr über die für unsere Landschaft so charakteristischen Steinriegelhecken zu erfahren. Erklärt werden die verschieden Funktionen und die Entstehung der Steinriegelhecken. Ein neu angelegter Steinriegel lässt erahnen, welche mühsame Vorbereitung zur Bewirtschaftung eines Ackers getroffen werden musste.

Zurück beim Baum wenden Sie sich nach links und folgen weiterhin dem Bären-Symbol, bis Sie zu einem weiteren Höhepunkt dieser Wanderung gelangen: dem Felsentor, einer für diese Region einmaligen, bizarren Fels-Formation. Mehrere natürliche Felsen-durchgänge thronen majestätisch oberhalb des Weges und bieten einen überwältigenden Anblick. An der Weggabelung der ehemaligen Zufahrtswege nach Irndorf und Gnadenweiler können Sie nachlesen, warum einer der Felsen im Volksmund auch der „Näherinnenfels“ genannt wird. Von hier aus biegen Sie nach einem kurzen Anstieg links in den Wald ab (gelbes Bärenschild) und steigen nach Gnadenweiler auf. Oben angekommen wenden Sie sich nach rechts und gehen bis zum Transformatorenhäuschen. Sie können jetzt einen kurzen Abstecher nach rechts machen und zum Wasserrückhaltebecken gehen, das aufgrund des schweren Hochwassers von 1986 angelegt wurde und solche Überschwemmungen in Zukunft verhindern soll.

Am Trafohäuschen gehen Sie Richtung Straße (von hier auch Abstecher zur Kapelle "Maria Mutter Europas" möglich) und überqueren diese. Am dort gelegenen Hof biegen Sie vor dem Kirschbaum links ab. Nach ca. 150 m nehmen Sie die Abzweigung nach links (gelbes Bärenschild), um gleich danach rechts auf einen Wiesenweg zu gelangen, der von einer Reihe von Kirschbäumen gesäumt wird. Sie halten sich links und gehen über die Wiese bis zum Waldrand. Ab hier führt die alte Steige den Wald hinunter. Sie war bis 1854 die einzige Zufahrt zwischen Bärenthal und Gnadenweiler, auf der schwere Getreidesäcke von den Bauern in die Schlösslemühle Ensisheim (Tag der offenen Tür mit Most und Mühlenvesper am 2. Sonntag im September) transportiert werden mussten. Heute ist die alte Steige ein ökologisches Kleinod mit schöner, allerdings versteckter Felskulisse. Unten angelangt biegen Sie nach links auf einen kleinen, parallel zur Straße verlaufenden Pfad, der Sie direkt zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückführt.

 

 

Felsentor bei Bärenthal

Felsentor bei Bärenthal

Kapelle Gnadenweiler

Kapelle Maria Mutter Europas