Tour 18

Durch den Unterhölzer Wald auf den Wartenberg (Geisingen)

Ausgangspunkt: Bahnhof Geisingen

Länge: ca. 14 km

Schwierigkeit: leicht bis mittel

Einkehrmöglichkeit: in Geisingen

Wegskizze

Wegbeschreibung:
Beginn der Wanderung am Bahnhof Geisingen (Punkt 1), ca. 680m.ü.M.
Der Weg führt zunächst durch die Stadt vorbei am Rathaus mit einem interessanten Brunnen hinter dem Kriegerdenkmal. Die Stadtkirche St. Nikolaus ist tagsüber geöffnet und kann auch besichtigt werden. Kurz vor dem Ortsausgang steht die ehemalige Wallfahrtskirche (Hl.Kreuz-Kirche) mit dem "Geschossenen Christus". Das Gotteshaus ist allerdings geschlossen und kann nur mit Führung besichtigt werden.
In Richtung Bad Dürrheim geht es dann weiter bis zur Kötachbrücke, die man nun überquert und sich anschließend nach rechts orientiert. Auf einem Betonsträßle, welches früher zur Tonabfuhr für die Zementproduktion genutzt wurde, wandert man entlang der Autobahn bis zur Tongrube (Punkt 2). Hier findet man ebenfalls noch Versteinerungen, aber auch seltene Pflanzen und Tiere, die in sumpfähnlichen Gebieten ihren Lebensraum haben. Ton wird hier nur noch selten abgebaut, der jetzt nicht mehr für Zement benötigt wird, sondern zur Abdichtung von Teichanlagen u.a.m.
Der Wanderweg führt nun noch ein Stück entlang der Autobahn bis er in das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet im Landkreises Tuttlingen, den 200 ha großen "Unterhölzer Wald", mündet. Vorbei an über 600 Jahre alten Eichenbeständen, alten Buchen und anderen seltenen Bäumen erreicht man das Jägerhaus. Hier wohnt und lebt der zuständige Jagdaufseher für das fürstlich-fürstenbergische Jagdrevier mit seinem großen Wildbestand, überwiegend Damwild, welches auch hier nach dem Abschuss in der dortigen Metzgerei zum Verkauf aufbereitet wird.
Da das Jägerhaus privat bewohnt wird, sollten die Wanderer den beschilderten Umleitungsweg nehmen, der ca. 100 m vor dem Jagdschlössle abbiegt, damit die Privatsphäre der Bewohner respektiert wird.
Über eine kerzengerade Strecke Richtung Wartenberg, dessen Gipfel man voraus gut sehen kann, kommt man an der "Maximilianseiche" (Punkt 3) vorbei, die leicht links abseits des Weges steht. Am Torhäusle kommt man aus dem geschlossenen Wald auf die Ortsstraße durch den Weiler "Dreilärchen" (725 m.ü.M.), um dann in steilem Anstieg (ca. 100 Höhenmeter) den Wartenberg (841 m.ü.M.) zu erklimmen. Die Ruine Wartenberg (Punkt 4) ist allerdings nicht viel mehr als ein großer Steinhaufen, denn von der ehemaligen Raubritterburg ist nicht mehr viel zu sehen. Das ehemalige Schloss Wartenberg ist privat bewohnt und kann nicht besichtigt werden. Der Aussichtspunkt (Punkt 5) am Heimkehrerkreuz (821 m.ü.M., vierter Punkt) ist allerdings den Aufstieg allemal wert, denn hier liegt dem Wanderer das Donautal mit seinen Mäandern (Donauschleifen) zu Füßen. Bei guter Wetterlage kann man ganz gut den Feldberg mit dem Bismarckturm sehen. Allein der Blick ins Donauried hinunter und die umliegende Gegend lässt die Seele baumeln und tut den Augen sehr gut.
Auf den vom Schwarzwaldverein Geisingen aufgestellten Ruhebänken schmeckt das mitgebrachte Vesper an der frischen Luft besonders gut.
Bei rechtzeitiger Voranmeldung (Tel. 07704-452) können Gruppen (ab 6 Personen) die Eremitage des Kapuziners, das „Traumhaus“ (Punkt 6) besuchen und das "Kleine Geheimnis des Wartenberges" erfahren.
Nach der Stärkung geht es dann wieder bergab zurück nach Geisingen.

 

 

 

Eremitage   auf dem Wartenberg (

Eremitage auf dem Wartenberg